Die Geige
Die Geige, auch Violine genannt, zählt zu den bekanntesten Musikinstrumenten. Vor allem bekannt sind die Geigen von Stradivari, einem italienischen Geigenbauer.
Antonio Giacomo Stradivari wurde wahrscheinlich 1648 geboren und stellte in seinem Leben viele verschiedene Streichinstrumente her. Es soll sich etwa um 1100 Musikinstrumente gehandelt haben, darunter befanden sich Geigen, Bratschen, Celli, einige wenige Gitarren und sogar eine Harfe. Heute existieren noch rund 141 Geigen, einige davon werden jedoch vermisst, 18 Bratschen, 63 Celli, zwei Gitarren und auch die Harfe ist noch erhalten. Sie steht im Museum des Konservatoriums von Neapel. Auch gibt es einige bekannte Violinisten die eine Stradivari Geige spielen. Dazu zählen beispielsweise David Garrett und André Rieu. Diesen beiden Künstlern ist es auch zu verdanken, das sich immer mehr Leute für eine Geige interessieren oder das Spielen einer Geige erlernen wollen.
Das Geigespielen erlernen
Schon kleine Kinder im Alter von 3 Jahren können das Geigespielen erlernen. Damit Kinder sich die Saiten merken können, welche auf G-D-A-E gestimmt sind, hat man sich eine Art Eselsbrücke einfallen lassen. Der Satz Geh Du Alter Esel soll den Kindern beim Lernen helfen. Da man als drei jähriger noch keine große Geige halten kann, werden auch spezielle Geigen für Kinder entwickelt. Diese funktioniert genau wie eine große, normale Geige, ist jedoch um einiges kleiner. Den Kindern werden dabei verschieden große Geigen angeboten.
Die Bestandteile einer Geige
Eine Geige besteht aus einem Korpus, einem Hals, einem Wirbelkasten und einer Schnecke. Der Korpus besteht aus einem Boden, einer Decke und einem Zargenkranz. Während die Decke meistens aus Fichtenholz gefertigt wird, ist der Boden meist aus Ahorn. Die Zarge besteht ebenfalls aus Ahorn und wird mit der Decke und dem Boden verleimt. Der Hals schließt sich an den Korpus an und ist etwa, bei einer normalen Geige, 13 cm lang. Zur besseren Stabilität ist auf dem Hals ein Griffbrett angebracht. Die vier Saiten der Geige werden im Wirbelkasten befestigt, welcher wiederum in der Schnecke endet. Die Schnecke ist meist ein besonderes Erkennungsmerkmal des jeweiligen Erbauers. Die Saiten der Geige können aus verschiedenen Materialien bestehen. Dabei handelt es sich entweder um Naturdarm, Stahldraht oder auch Kunststoff. Alle Saiten sind jedoch mit einem silbernen Draht umwickelt, so dass sie rein äußerlich alle gleich aussehen. Ebenfalls an der Geige befindet sich ein Kinnhalter, welcher das Halten zwischen Kinn und Schulter erleichtert.
Das wichtigste, der Geigenbogen
Damit man eine Geige spielen kann, benötigt man natürlich einen Geigenbogen. Ein Bogen besteht meist aus dem speziellen Rotholz Fernambuk, welches vor allem aus Brasilien oder Jamaika stammt. Diese Holzart ist jedoch rar und sehr teuer. Für einfachere Geigen wird deshalb auch oftmals Brasilienholz verwendet. Das untere Ende des Bogens wird Frosch genannt, das obere Ende Köpfchen. Zwischen dem Frosch und dem Köpfchen werden die Bogenhaare eingespannt. Auch hier handelt es sich um ein natürliches Produkt. Die Bogenhaare kommen vom Hengstschweif einiger, bestimmter Pferderassen. Die Bogenhaare sind mit vielen kleinen Widerhaken versehen, was beim Streichen der Geige eine Schwingung erzeugt. Ein Geigenbogen wiegt zwischen 58 und 62 Gramm. Der Schwerpunkt des Bogens sollte dabei an einer ganz bestimmten Stelle liegen.
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