Klavier – Das bekannteste Tasteninstrument
Das Klavier, auch Piano genannt, ist ein Tasteninstrument und wurde im 17. Jahrhundert erfunden. Das Wort „Klavier“ leitet sich von dem lateinischen Wort „clavis“ ab. Dies bedeutet soviel wie „Schlüssel“. Die Bezeichnung wurde im Laufe der Jahre oft verändert. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts fasste man alle Tasteninstrumente unter dem Begriff „Clavier“ zusammen, bis man daraus schließlich das heutige Wort „Klavier“ ableitete.
Die Entwicklung des Klaviers
Das erste besaitete Tasteninstrument war das Monochord, welches zu einer Zither weiterentwickelt wurde. Aus einer Zither wiederum entstanden in der Antike die ersten Orgeln. Im Jahre 1404 wurde durch Eberhard von Cersne erstmals der Begriff „clavicordium“ geprägt. Ende des 17. Jahrhunderts entwickelte Bartolomeo Cristofori, ein italienischer Instrumentenbauer, ein Tasteninstrument, welches unterschiedliche Töne und unterschiedlicher Lautstärke darstellen konnte. Dieses Instrument wird als erstes Klavier gedeutet. In den weiteren Jahrhunderten wurde das Klavier immer weiterentwickelt und auch die ersten Flügel wurden erbaut.
Die Tasten eines Klaviers
Das auffälligste an einem Klavier sind natürlich die Tasten. Die Klaviatur besteht in der Regel aus 88 Tasten, wovon 52 weiß sind und 36 schwarz. Die weißen Tasten werden auch „Vordertasten“ oder „Untertasten“ genannt, die schwarzen nennt man „Hintertasten“ oder „Obertasten“. Die schwarzen Tasten stehen leicht über den weißen und sind insgesamt schmaler gehalten. Die Klaviatur ist insgesamt 1,23 m lang. Der Grundton der weißen Tasten ist das „C“. Sie bilden zusammen eine diatonische Leiter. Die schwarzen Tasten bilden dagegen eine pentatonische Leiter. Hier ist der Grundton das „fis“. Nimmt man die weißen und schwarzen Tasten zusammen, erhält man eine chromatische Leiter. Heißt also, links befinden sich die tiefen Töne und rechts die hohen. Eine Oktave besteht jeweils aus 7 weißen und 5 schwarzen Tasten.
Die verschiedenen Pedale am Klavier
Am unteren Ende, also ziemlich am Boden, finden wir bei einem Klavier verschiedene Pedale. Ein Klavier besitzt entweder 2 oder 3 Pedale. Damit regelt man den Klang der Töne. Das rechts gelegene Pedal nennt man auch „Fortepedal“. Tritt man auf das rechte Pedal klingen die angeschlagenen Töne auch dann weiter, wenn man die Taste bereits losgelassen hat. Dies kommt zustande, weil sich der Dämpfer von den Saiten löst. Das linke Pedal, das Pianopedal, sorgt dafür, dass die gesamte Mechanik des Klaviers um einige Millimeter verschoben wird. Im Normalfalle trifft ein Hammer im Inneren des Klaviers immer drei Saiten. Tritt man nun auf das Pianopedal, verschiebt sich die Mechanik und der Hammer trifft nur noch eine oder zwei Saiten. Dadurch verändert sich die Klangfarbe. In einigen Fällen ist auch ein mittleres Pedal vorhanden. In der Regel handelt es sich dabei um ein „Tonhaltepedal“. Wie es der Name schon sagt, wird der Ton gehalten, wenn man dieses Pedal tritt.
Edel aussehende Flügel
Eine Besonderheit unter den Klavieren, stellt der Flügel dar. Er steht frei im Raum, ist wesentlich größer als ein Klavier und steht auf 3 Beinen. Die Klanggestaltung eines Flügels ist insgesamt feiner bzw. variabler. Auch kann ein Ton schneller mehrmals hintereinander angeschlagen werden. Bekannte Flügel stammen vom Hersteller „Schimmel“. Sie heben sich durch ein besonderes Aussehen von der Masse ab, beispielsweise werden sie aus Glas gefertigt. Vor allem Udo Jürgens machte diese Flügel populär.
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